SCHATTENARBEIT MIT ORAKELKARTEN

Aktualisiert: 15. Feb.


Hallo ihr Lieben,

da ich, wie ich in einigen Dateien auch erwähne, oft das Gefühl habe, dass Orakelkarten genutzt werden, um sich von den eigenen Gefühlen abzuspalten, war es mir ein Anliegen, mal einen kleinen Artikel zum Thema "Schattenarbeit" mit der Hilfe von Orakelkarten zu schreiben. Für mich sind Orakelkarten nämlich nicht nur dazu da, um uns liebevoll zu begleiten und auch mal liebevolle, aufmunternde Nachrichten zu schicken, sondern sie können uns auch helfen, uns in der Tiefe selbst zu erkennen und Anteile in uns zu sehen, zu fühlen und zu integrieren.

Ich hoffe, die folgenden Impulse helfen Dir, Dich da selbst ein wenig auszuprobieren. Aber höre wie immer einfach auf Dein Gefühl und nimm nur das mit, was sich für Dich stimmig anfühlt.

Ich wünsche Dir viel Freude auf dieser tiefen Reise zu Dir selbst - unten verlinke ich auch ein paar Bücher zum Thema Schattenarbeit, falls Du da tiefer gehen möchtest.

Alles Liebe,

Anna



Ich habe dazu auch ein Video aufgenommen, falls Du es Dir lieber (oder zusätzlich) anschauen möchtest:





SCHATTENARBEIT

Unser Leben zeigt uns immer, was in uns noch in die Heilung kommen oder in uns erkannt werden möchte. Erst, wenn wir diese Seelenanteile wieder "einsammeln", die sich uns im Außen zeigen, und die gefühlt und integriert werden wollen, können wir wieder "ganz" werden. Unser Leben ist also unsere ganz persönliche Heilungsreise - wenn wir uns wirklich berühren lassen.


Die spirituelle "Szene" ist voll davon, sich von sich selbst abzuspalten und die menschliche Erfahrung "runterzudrücken", schön zu reden und sich von der eigenen Realität zu flüchten (Stichwort "Toxic Positivity"). Verständlich, denn viele von uns haben schlimme Leben hinter sich, in denen es nur sinnvoll erschien, sich aus dem menschlichen Körper zu fliehen. Jetzt ist jedoch die Zeit für Heilung gekommen und es ist wichtig, dass wir unsere Lern- und Heilaufgaben erkennen und annehmen, damit wir unsere vergangenen Inkarnationen endlich in Frieden bringen können.


Unser Leben ist also dazu da, uns diese alten Erfahrungen und Gefühle zu zeigen, damit wir sie jetzt endlich verarbeiten können. Das kann eine andere Person sein, die schlimme Gefühle in uns auslöst oder ein*e Partner*in, der*die uns verlässt, und wir das Gefühl haben, zu sterben. All das sind Gefühle, die sich uns zeigen wollen, damit wir sie erneut fühlen und so integrieren. Es bringt also nichts, uns aus diesen Gefühle rauszuholen, sie weg- oder schönzureden - dann erkennen wir die Aufgabe nicht an und wir heilen diesen Anteil in uns nicht, der einfach nur gesehen und gefühlt werden möchte.


Es ist also wichtig, sich von dem eigenen Leben und dem, was uns widerfährt, berühren zu lassen. Nur, wenn wir bewusst wahrnehmen, was WIRKLICH in uns vorgeht, ohne uns selbst zu belügen, können wir uns in der Tiefe begegnen. So können sich auch alte Seelenverträge, Verstrickungen etc. zeigen, die nun bereit sind, in die Heilung zu kommen.




...MIT ORAKELKARTEN

Das, was in uns gesehen und erkannt werden möchte, zeigt sich auch in unserer Arbeit mit Orakelkarten. Manchmal wollen uns Orakelkarten liebevoll umarmen und schicken uns einfach liebevolle Nachrichten - manchmal ist es aber auch heilsam, hier Anteile in uns zu erkennen, die sich hier durch die Orakelkarten und das, was die Orakelkarten in uns auslösen, zeigen wollen. So können uns Orakelkarten helfen, diese Anteile zu sehen, zu fühlen und so zu integrieren, zu heilen und uns in der Tiefe mit uns zu verbinden.

In der folgenden Anleitung hoffe ich, Dir den Prozess ein bisschen näher bringen zu können.

Lass Dich von Dir selbst berühren...




1. BEVOR DU DEINE KARTE ZIEHST

Bevor Du Deine Karten ziehst, möchte ich Dich einladen, Dich ganz bewusst mit Dir zu verbinden.

Wenn Du magst, sprich innerlich:


"Ich öffne mich jetzt für mich und meine Wahrheit. Alles in mir darf da sein, damit ich mich in meiner Ganzheit erkennen kann. Ich bin hier für mich da. Zu meinem höchsten Wohle."

Werde Dir bewusst, was gerade in Dir präsent ist. Wenn Du eine Karte ziehen möchtest, weil es Dir schlecht geht, dann gib Dich diesem Gefühl hin, weil sich hier eine wertvolle Botschaft in Dir zeigen möchte. Trotzdem darfst Du natürlich jetzt eine Karte ziehen. Nimm trotzdem erst einmal alles wahr, was in Dir da ist: Wie fühlst Du Dich? Kannst Du das Gefühl in Deinem Körper wahrnehmen?

Wenn Du ein Gefühl oder etwas in Deinem Körper fühlst, gib Dir innerlich Raum und sprich innerlich:


Liebes Gefühl (liebe Körperstelle), ich sehe Dich. Danke, dass Du da bist.

Es kann sein, dass sich auch Ängste zeigen, Deine Gefühle zu fühlen. Lass auch das da sein und diesen Anteil sprechen. Lass alle Gedanken zu, sei einfach präsent mit Dir und höre Dir selbst zu und nimm Dich in Deinen Ängsten und Gefühlen ernst. Auch, wenn sie heute vielleicht nicht mehr "akkurat" erscheinen (wie etwa für die eigene Wahrheit verbrannt zu werden, wie in der Hexenverfolgung), so gibt es doch Anteile, für die war das eben die Wahrheit und sie wollen noch gesehen und gefühlt werden, um endlich heilen zu können. Lass also alle Gedanken (egal, wie verrückt sie erscheinen mögen) und Gefühle da sein.




2. ZIEHE DEINE KARTE

& LASS DIE KARTE AUF DICH WIRKEN

Ziehe jetzt Deine Karte.

Wenn Du jetzt Deine Karte hast, schau Dir erst einmal nur das Bild an:

Welche Gedanken und Gefühle kommen hoch? Denkst Du direkt an eine Situation oder Person?

Lass Dir die Karte offenbaren, was sie Dir mit Hilfe Deiner Intuition sagen möchte.

Lass auch hier wieder alle Gefühle und Gedanken da sein.

Löst das Bild und der Text auf der Karte ggf. schon etwas in Dir aus? Ein Gefühl, einen Schlag in die Magengrube, einen Kloß im Hals? Verlassensangst? Lass alles da sein.

Falls hier aber auch noch nichts da sein sollte, ist das auch vollkommen in Ordnung. Alles ist gut so, wie es sich zeigt.

(Beispiel: Karte "Loslassen", Gedanken: Oh Gott, nein, ich kann nicht loslassen, Schwere im Körper - nur als Beispiel. Hier zeigen sich oft Anteile, die Angst haben, alleine zu sein oder verlassen zu werden etc. Lass einfach alle Gedanken und Gefühle zu, wenn Du Dir die Karte anschaust.)




3. LIES DIR DIE BEDEUTUNG IM BEGLEITBÜCHLEIN DURCH

Nun lies Dir die Bedeutung im Begleitbüchlein durch. Achte darauf, was Dir auffällt: Welcher Satz springt Dir direkt ins Auge oder bleibt bei Dir hängen und resoniert total? Gibt es vielleicht etwas, das die Karte sagt, das Dir nicht so gefällt? Oder löst die Karte direkt Gefühle in Dir aus?

Nimm wahr, was der Text mit Dir macht. Wenn Du fertig bist, spüre in Dich hinein:


Was hast Du aus der Karte jetzt mitgenommen?

Was löst die Karte in Dir aus?

Welche Gedanken und Gefühle sind in Dir präsent?

Lass alle Gedanken und Gefühle da sein und gib ihnen Raum.

Lass sie da sein oder sogar größer werden und sei ganz präsent.

Spüre, welcher Anteil sich hier zeigen möchte. Hat dieser Anteil Ängste? Wut? Traurigkeit?

Fühlst Du Gefühle? Kannst Du Deinen Körper irgendwo wahrnehmen?

Wie fühlt es sich dort an?

(Fragen, um einfach mit dem Gefühl zu sein:

Ist es warm oder kalt?

Ist es eng oder weit?

Ist es weit verteilt oder eher punktuell?

Ist es dicht oder gefühlt eher dünn?)


Lass das Gefühl größer werden. Erlaube dem Gefühl, Dich ganz einzunehmen, lege Dich hin, und gib dem Gefühl einfach Raum in Dir. Nichts muss passieren - nimm Dir einfach Zeit für Dich und gehe davon aus, dass egal, was dieser Anteil Dir an Gedanken, Gefühlen oder auch Bildern zeigt, dass es immer einen Grund gibt, warum Du Dich so fühlst, wie Du Dich fühlst.

Nimm Deine Gefühle bedingungslos an - Du bist richtig in dem, was Du fühlst.

Genau das, was Du jetzt wahrnimmst, möchte sich Dir jetzt zeigen.


Verweile so lange mit Dir, Deinen Gedanken und Gefühlen, wie es sich für Dich stimmig anfühlt.

Wenn Du magst, kannst Du den Anteil auch fragen, welche Bilder er Dir zeigen möchte - vielleicht möchte er in seinem Schmerz noch einmal gesehen werden (oft Bilder aus dem inneren Kind oder alten Leben). Dieser Schritt ist aber erst einmal nicht unbedingt notwendig - gib Dich einfach erst einmal Deinen Gedanken und Gefühlen hin, das ist der erste Schritt.




BEISPIELE

Wenn Du eine Karte ziehst, die eine positive Formulierung oder Affirmation hat, frage Dich beim Lesen: Welche Gedanken kommen da hoch? Was denke ich wirklich? Und wenn ich diese Gedanken da sein lasse und ernst nehme, was fühle ich dann? Kannst Du diese Gedanken und Anteile in Deinem Körper wahrnehmen? Lass einfach alles da sein, fühle Deine Gefühle, lass diesen Anteil ganz da sein.


Persönliches Beispiel:

Ich habe letztens die Karte "Lebensfreude" gezogen und direkt beim Lesen kam bei mir hoch "haha, ja als ob", "wieso sollte ich Lebensfreude haben", "ja stimmt, ich habe gar keine Lebensfreude" - bums, da war die Traurigkeit. Ich lasse also einfach alle Gedanken zu und spüre in meinen Körper hinein, was ich wahrnehme. Wenn ich jetzt noch weitergehen möchte (neben dem Fühlen, das ist erst einmal das Wichtigste), frage ich mich: Warum habe ich keine Lebensfreude? Gibt es etwas, das ich ändern könnte?

Manchmal zeigen sich hier dann die Anteile, die denken "warum sollte ich auf dieser Erde Lebensfreude haben, alles hier ist einfach nur schrecklich". Hier können sich also uralte Schmerzen zeigen, wie etwa nicht auf der Erde sein zu wollen etc., die jetzt endlich gesehen werden. Deine alten Leben und Deine Kindheit sind immer mit dabei - Du musst nur bereit sein, ihnen endlich zuzuhören, ihnen Raum zu geben und sie so wieder zu Dir zurück zu holen und in die Heilung zu bringen.


Kleiner Hinweis noch zu der zweiten Frage "Gibt es etwas, das ich ändern könnte?": Der Schritt, eventuell etwas im Leben zu ändern, kommt erst, nachdem ich mir meine Schattenthemen angeschaut habe. Oft sind Menschen viel zu schnell bei der Lösungsfindung, statt sich erst einmal dem Gefühl hinzugeben (versuchen so, das Gefühl wegzudrücken, indem man*frau schnell Lösungen findet). Hier ist aber der Moment der wahren Heilung: Da sein lassen, was ist, sich begleiten, fühlen, fühlen, fühlen - dann kommen die Veränderungen im Außen auch ganz von alleine.

Wie Teal Swan manchmal so schön sagt, haben wir die Möglichkeit, alles zu manifestieren - aber wir arbeiten nicht daran, zu manifestieren, sondern die Widerstände in uns zu heilen, die XY nicht manifestieren wollen. Das nochmal so als Hinweis: Immer rein, statt raus.




MEDIALE HEILUNG

Je nachdem, was sich Dir hier zeigt, kann es sein, dass Dich bestimmte Gefühle oder Bilder etwas überfordern, wenn Du noch nicht damit umzugehen weißt und noch nicht so viel Erfahrung hast. Gehe hier immer nur so weit, wie es sich für Dich richtig anfühlt. Ich empfehle immer gerne mediale Heilsitzungen, damit Du Dich durch alles, was sich zeigen möchte, begleiten lassen kannst:

Hier findest Du meine Empfehlungen





Ich hoffe, dieser kleine Text hat Dir ein wenig geholfen, Dich tiefer mit Deinen Orakelkarten, Dir selbst und Deiner inneren Wahrheit zu verbinden. Schattenarbeit ist gefühlt wie ein Tor, das aufgeht, und anfangs kann es erscheinen, als würde es erst einmal "ganz schlimm" werden - hier werden alte Schichten geheilt, Altes fällt von Dir ab, damit Du heilst und zu Deinem authentischen DU wirst. Ich möchte Dir hier sagen, dass Du damit nicht alleine bist, und es auf jeden Fall besser wird (auch, wenn es sich nicht danach anfühlt). Achte da auf Dich und lass Dich gerne in Deinen Prozessen unterstützen.

Ich sende Dir von Herzen alles Liebe und wünsche Dir auch alles Liebe für diese Reise zu Dir selbst, mit Liebe,

Anna





WEITERE EMPFEHLUNGEN

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Orakeldeck für Schattenarbeit:

(Englisch):













Bücher (alle von Teal Swan - hier findest Du ihren YouTube-Kanal)


































(Englisch):













Liebi!